Abgestürzt – Unser Flugzeug liegt neben der Landebahn

Abgestürzt – Unser Flugzeug liegt neben der Landebahn

Abgestürzt – Unser Flugzeug liegt neben der Landebahn 1960 980 Mentalwerker.de

Nach einer kurzen Nacht ging es morgens um 4 Uhr in Richtung Flughafen. Hier erfahrt Ihr, warum sich dort die Ereignisse überschlugen und warum ein Flugzeugabsturz in Kathmandu dennoch glimpflich ausging.

Auf zum Flughafen Kathmandu

Wir hatten uns von Gregor verabschiedet, denn mein neuer Freund hatte noch für fünf Tage länger gebucht als wir. Im Auto dachte ich dennoch weiter darüber nach, ob es nicht schlau gewesen wäre, nach dem ganzen Training und Lernen noch vier Tage länger in Kathmandu zu bleiben, um noch einiges von der Stadt und den Menschen zu haben.

Die Fahrt war extrem spannend, denn wir starteten in der Dunkelheit und erlebten den Sonnenaufgang und vor allem sahen wir, wie der Nepal langsam aufwachte. Überall vor den Häusern waren kleine Feuer und die Menschen begannen, sich auf ihre Wege zu machen. Die Straßen füllten sich mehr und mehr und der Flughafen kam immer näher. Je dichter wir ihm kamen, desto heller wurde es, jedoch sahen wir trotzdem nicht wirklich viel, da es zum Abschied nochmal dichten Nebel gab.

Einchecken und Boarding

Angekommen am Flughafen, verabschiedeten wir uns von Bikram und dem Fahrer und versuchten, uns den Weg zum Serviceschalter zu bahnen. Wir bekamen unsere Tickets, gaben unser Gepäck auf und dann ging es zur Abflughalle. Wir mussten noch einmal durch die Kontrollen am Flughafen, unser Visum wurde für beendet erklärt. Nun ging die Suche nach dem freien W-Lan weiter, um schnell zu Hause Bescheid zu geben, dass alles geklappt hatte, wir eingecheckt hatten und in gut 14 Stunden wieder in Berlin sein würden.

Mit dem letzten Geld kaufte ich mir dann noch Wasser und ging zu unserem Gate. Das Gate war abgesperrt und wir fragten uns, was los war. Alles drängelte sich auf einem Drittel der Halle. Immer, wenn Leute kamen und sich die freien Plätze nehmen wollten, wurden sie weggeschickt. Wir sahen uns das Spiel eine Weile an und amüsierten uns darüber, wie der Gruppenzwang oder Herdentrieb auch hier funktionierte. Langsam war es aber an der Zeit für unseren Flieger, wir wollten nun endlich auch los.

Alles Flughafenpersonal ist weg

Langsam wurde es nun wirklich Zeit, dass wir in unseren Flieger einstiegen. Nur irgendwie passierte nichts. Wir wunderten uns nur, dass nach und nach immer mehr Flughafenmitarbeiter aus dem Gebäude auf die Landebahn rannten. Wir dachten noch, jetzt komme der König von Nepal und sein Volk wolle ihn begrüssen. Doch dann folgten auch die ersten Mitarbeiter mit Rollstühlen aufs Flughafenfeld und wir vermuteten, jemand habe wohl ein Kind bekommen während des Fluges.

Es blieb aber weiterhin alles im Dunkeln. Nun rannte auch noch eine Truppe der Armee aufs Rollfeld und im Nebel erkannten wir noch etwas Blaulicht. Nach und nach kamen die ersten Flughafenmitarbeiter zurück, rauchten, lachten und waren irgendwie froher Dinge. Langsam hatten wir aber schlechte Laune, denn wir wollten zurück und warteten auf den Aufruf zum Einsteigen.

Nebel weg, Flug weg

Langsam machte sich eine Unruhe auf dem Flughafen breit, denn niemand wusste, was genau los war. Einige Nepalesen sprachen mit den zurückgekehrten Mitarbeitern und auf einmal begann ein unruhiges Treiben. Die erste Nachricht, die uns nun erreichte, lautete, unser Flugzeug sei abgestürzt und liege neben der Landebahn.

Dann überschlugen sich die Ereignisse. Die erste Durchsage kam und uns wurde mitgeteilt, dass der Flug erst einmal verschoben würde. Was nun? Wir saßen quasi am Flughafen fest, kein Visum mehr, kein Hotel, kein Bikram, nix. Aber der Nebel ging langsam weg und was wir da sahen, machte uns klar: Wir hatten wahnsinniges Glück gehabt. Wir waren nicht weit entfernt von dem Flugzeug, das die Landebahn etwas verfehlt hatte, doch rechtzeitig zum Stehen gekommen war und somit nicht in unser Gate gekracht war. Deshalb waren auch die beiden vorderen Drittel abgesperrt.

Wir gingen dann zurück in die Halle. Dort trafen wir einen Deutschen, der Infos hatte und uns sagte, wir sollten schnellstmöglich zum Airline-Schalter gehen und dass wir dort weitere Anweisungen bekommen würden. Also los ging es und wir waren die ersten! Alle anderen kamen später und mussten bei der Wiedereinreise anstehen. Ein neues Visum bekamen wir nicht, durften aber wieder in den Nepal einreisen. Ab ging es zum Schalter.

Chaos

Am Schalter angekommen, bekamen wir gesagt, dass alle sich erst einmal ihr Gepäck nehmen, dann zu den Kleinbussen vor dem Flughafen gehen sollten, um sich in ein nahegelegenes Hotel fahren zu lassen. Wie wir dann an unser Gepäck gekommen sind, was im Hotel los war und warum mein Geburtstag richtig bunt war, das gibt es nächsten Donnerstag!

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