Klangschalen und Turmi

Klangschalen und Turmi

Klangschalen und Turmi 1920 960 Mentalwerker.de

Am nächsten Morgen gingen Mandy und ich recht früh los zum Markt, da wir noch einige Dinge besorgen wollten. Wir stellten unsere gepackten Sachen in der Lobby ab und fuhren mit dem Taxi zum Markt. Dieser machte gerade erst auf. Ich wollte endlich meine eigene Klangschale.

Klangschalen-Unterricht durch den Verkäufer

Wir sahen uns noch einiges an und schlugen dann zu. Ich kam endlich zu meinen Klangschalen. Allerdings wollte ich nun von dem Verkäufer natürlich auch wissen, wie er die Klangschalen benutzt. Er erklärte mir erst einmal die Unterschiede, die bei Klangschalen existieren. Es gibt dünne, dicke, solche mit einem Ton, solche mit Ober- und Unterton, solche die maschinell hergestellt und solche, die von Hand geschlagen werden. Dies erklärte dann auch die großen Preisunterschiede.

Ich entschied mich für eine Schale mit einem klaren Ton und kleinen Röhren, die den Ton durch die ganze Schale leiten sowie für eine Schale mit Ober- und Unterton. Zusätzlich gab er mir noch zwei kleine dünne Schalen mit, die ich auf  Hände und Füße legen kann, ohne dass das Gewicht unangenehm wird. Er erklärte mir auch, welche Schalen man anschlägt, welche Schalen nicht und warum. Daraufhin schlug er alle Schalen an und ich durfte mich entscheiden, welche am besten klingt und schwingt. Wer noch nie eine Klangschale gehört hat beziehungsweise ihre Schwingungen gespürt hat, sollte dies dringend nachholen.

„Healing Bowls“ klingt schöner als Klangschalen

Mit Hilfe der Klangschalen kann man Verspannungen im Körper lösen und für viel Wohlbefinden sorgen. Nicht ohne Grund nennt man sie nicht nur in Nepal „Healing Bowls“. Ich ging mit vier Schalen, zwei Schlägeln, zwei weiteren Holzsticks und vielen Anwendungsideen vom Markt weg und wusste, dass ich etwas erworben hatte, womit ich auch in Deutschland arbeiten konnte. Die Preisverhandlung gestaltete sich recht einfach, da ich der erste Kunde des Verkäufers an diesem Tag gewesen war und vor allem auch wie versprochen einen Tag später wiedergekommen war. So konnte ich einen für beide Seiten guten Preis verhandeln.

Der Turmi, ein unverzichtbares Schamanen-Werkzeug

Dann ging es noch ab in den Trommelladen und da fanden sich weitere Dinge, die unbedingt mit wollten. Wir kauften drei Turmis – einen für Mandy, einen für mich und einen als Geschenk für einen Berliner Freund. Die Turmis waren uns beiden gleich aufgefallen und hatten uns quasi angesprochen. Die genaue Bedeutung war uns erst nicht ganz klar gewesen, sie hatten uns erst einmal nur gefallen und die Ähnlichkeit zu den Trommeln hatten wir bemerkt. Der Verkäufer erklärte uns diese kurz als Schamanen-Werkzeuge, die aufgrund ihrer Bedeutung unabdingbar für die Arbeit seien.

Wir nahmen das erst einmal so zur Kenntnis. Bikram, unser Guide, unterrichtete uns später, dass die Turmis wichtig für die Energie seien, mit der wir arbeiten und vor allem auch zu unserm Schutz dienen würden. Mit Hilfe der Turmis würden Schamanen Energien trennen. Die Turmis, die wir nun erworben hatten, waren lange im Besitz solch praktizierender Schamanen gewesen und sollten im Laufe der Reise auch noch weiter an Bedeutung gewinnen. Dazu dann aber an späterer Stelle mehr. Nun waren all unsere Shopping-Gelüste gestillt und so gingen wir zu dem vereinbarten Treffpunkt, um in die Berge zu fahren.

Eine Trommel muss getauscht werden

Wir kamen pünktlich zum Treffpunkt, um ins Auto zu steigen und endlich in die Berge zu kommen. Das Auto fuhr vor und plötzlich stiegen alle aus. Nun dachten wir: Okay, es gibt wohl eine neue Sitzverteilung – aber nein, weit gefehlt! Es sollte noch einmal zum Markt gehen, da eine Trommel getauscht werden musste. Einer unserer Mitreisenden hatte die Trommel nachts ausprobiert und der Ton war ihm unheimlich geworden. Die Trommeln in Nepal sind beidseitig mit Fellen bespannt und haben meist noch einige Gaben im Innenleben.

Der Korpus der Trommel besteht meist aus dünnem Holz, als Kreis gebogen. Die Felle werden über dem Holz gespannt und die Trommel erhält einen Griff. Dieser Griff ähnelt dem Turmi sehr. Er ist aus Holz geschnitzt, hat meist drei Gesichter und verschiedene Tierverzierungen. Hat man die Trommel dann in der Hand, gehen die Schwingungen durch den ganzen Körper. Nicht ohne Grund bedeutet Schamane „der Zitterer“.

Fahrt durch Berg und Tal im Nepal

Nun ging es aber doch los und die Fahrt begann über normale unbefestigte Straßen, durch kleine Dörfer und dann auch endlich durch Landschaften und über Berge und Täler. Die Straßen wurden immer schmaler, die Autos immer weniger. Manchmal fragten wir uns, wie hier überhaupt zwei Autos nebeneinander fahren konnten. Wir überzeugten uns zwar selbst davon, dass zwei Autos und sogar zwei Busse nebeneinander passten. Allerdings ging das nur, ohne aufs eigene Ego zu pochen. Spannend war zu sehen, was in Nepal angebaut wird und wie, denn es wird wirklich fast alles auf angelegten Terassen angebaut. Der erste Zwischenstop erfolgte in einem Bergdorf, wo wir mit Tee versorgt wurden und unser Schamane zu uns stieg.

Weiterfahrt und Wenden über dem Abgrund

Nach einer längeren Pause und dem Verstauen aller Sachen ging es mit dem Schamanen an Bord zu unserer Unterkunft. Doch irgendwie war es die falsche. Warum, erfahrt Ihr nächsten Donnerstag ab 18.00 Uhr.

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